Internationale Martin Luther Stiftung

Der Tägliche Luther

Dienstag, der 23. Juli

(...) der sich selbst für uns gegeben hat, damit er uns erlöste von aller Ungerechtigkeit und reinigte sich selbst ein Volk zum Eigentum, das eifrig wäre zu guten Werken.

Auslegung Martin Luthers ...

Gergely Prőhle zu Besuch in Thüringen

Gergely Prőhle, Landeskurator der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Ungarn und ehemaliger ungarischer Botschafter in Berlin, war vom 28. April bis zum 3. Mai 2023 zu Gast in Thüringen.

Gemeinsam mit seiner Ehefrau hat er Erfurt, Weimar, Meiningen und seine ehemalige Studienstadt Jena besucht. Pröhle, der in den 80er Jahren an der Friedrich-Schiller-Universität in Jena studiert hat, freute sich sehr über seinen Aufenthalt in Thüringen und über die Gelegenheit, „Altbekanntes wiedergesehen und vieles Neues entdeckt zu haben.“

Der Besuch in Thüringen erfolgte auf Einladung von Dr. Thomas A. Seidel im Namen der Internationalen Martin Luther Stiftung. Beide hatten sich während der Feierlichkeiten zur Reformationsdekade 2017 in Budapest kennengelernt. Gergely Pröhle hielt im Gottesdienst am Sonntag Jubilate, den 30. April, in der Stadtkirche St. Michael die Predigt. Der Jenaer Superintendent Sebastian Neuß führte durch den Ablauf. Ein Besuch Weimars fand am folgenden Tag statt. Am Dienstag, den 2. Mai, folgte Gergely Pröhle der Einladung des Landesbischofs der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland, Friedrich Kramer, zu einem Austausch im Collegium Maius des Landeskirchenamtes in Erfurt. Am Abend dieses Tages - dem 516. Jubiläum der Primiz Martin Luthers, seiner ersten Messfeier - hielt Pröhle einen Vortrag zum Thema „Lutherischer Glaube und Weltverantwortung in Ungarn heute“ in der Erfurter Augustinerkirche. Vor seiner Rückreise traf Pröhle in Meiningen noch auf den Direktor der Meininger Museen Dr. Philipp Adlung.

Gergely Pröhle, Jahrgang 1965, ist seit 2006 der Landeskurator der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Ungarn. Als Direktor der Otto-von-Habsburg-Stiftung verwaltet er den Nachlass des Europapolitikers und Sohn des letzten Kaisers von Österreich und Königs von Ungarn. Er studierte Germanistik, Hungarologie und internationale Beziehungen in Budapest, Hamburg und Jena. Im Anschluss leitete er die ungarische Vertretung der Friedrich-Naumann-Stiftung und wurde 1998 zum Staatssekretär des ungarischen Kultusministeriums bestellt. Von 2000 bis 2002 war Pröhle Botschafter Ungarns in Deutschland und danach bis 2005 Botschafter in der Schweiz. Als Staatssekretär im Außenministerium war Pröhle ab 2010 für die Beziehungen zu den EU-Staaten zuständig, ehe er 2014 als Staatssekretär in das Ministerium für Gesellschaftliche Ressourcen wechselte. Das Petöfi-Literaturmuseum in Budapest leitete Pröhle als Direktor von 2017 bis 2018.

Gergely Pröhle ist Träger des Bundesverdienstkreuzes. Darüber hinaus wurde er mit hochrangigen ungarischen, deutschen, italienischen und polnischen staatlichen Auszeichnungen geehrt. So wurde ihm zuletzt am 14. März 2023 in Anerkennung seiner jahrzehntelangen engagierten Dienste für die Öffentlichkeit der Batthyány-Lajos-Preis verliehen.

 

Was Thüringen mit seiner ungarische Heimat verbindet, erklärt Gergely Pröhle im Online-Portal der Kirchenzeitung Glaube + Heimat: Lutherische Kirche in Ungarn. Elisabeth, der Kommunismus und eine Mission.

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