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JugendUnternimmt summer school 2026

Mit einem Junior Elevator Pitch ist heute die JugendUnternimmt! summer school 2026 in Erfurt zu Ende gegangen. In den vergangenen vier Tagen entwickelten die Teilnehmenden aus ihren innovativen Forschungsprojekten marktfähige Geschäftsmodelle. Die Ergebnisse haben sie heute vor einer Jury präsentiert.

Foto: Christiane Claus
Foto: Christiane Claus

Jugend-forscht-Sieger:innen aus ganz Deutschland haben vom 20. bis 23. Juli im Augustinerkloster Erfurt an der JugendUnternimmt! summer school 2026 teilgenommen. Gemeinsam mit Startup-Coaches der Stiftung für Technologie, Innovation und Forschung Thüringen und Finanzierungsexpert:innen haben die Jugendlichen anhand ihrer eigenen Projektidee ein marktfähiges Geschäftsmodell entwickelt. In zusätzlichen Diskussionsrunden haben Startup-Gründer:innen praktische Tipps und Einblicke in den Unternehmeralltag gegeben sowie über Chancen und Risiken der Existenzgründung berichtetet.

Den Abschluss der summer school bildete ein Junior Elevator Pitch am heutigen Donnerstag. Die Jugendlichen hatten lediglich drei Minuten Zeit, um die Jury von ihrer Geschäftsidee zu überzeugen.

Drei Projekte wurden mit je 200 € Preisgeld ausgezeichnet:

Der Thüringer Ben Waldmann (18) aus Elsterberg entwickelte mit SORS ein Steuerungs- und Simulationskonzept für Kleinwindenergieanlagen. Die zentrale Idee besteht darin, das Rotorblatt nicht als einheitliches Bauteil zu behandeln, sondern es in mehrere Segmente zu unterteilen, die aerodynamisch getrennt analysiert und optimiert werden können. Damit könne ein höherer Leistungsbeiwert erreicht werden.

Tim Justus Löffler (18) aus Essen entwickelte mit StageTrack ein kostengünstiges 3D-Tracking-Stystem für Bühnen, das durch ESP-Microcontroller und Ultraweitband die Positionierung von Personen im dreidimensionalen Raum ermöglichen. Das System ermöglicht dadurch automatisch gesteuertes Licht oder Effekte.

Felix Neuber (16) aus Petersberg in Sachsen-Anhalt entwickelte die App AI Tutor, die Lerninhalte mithilfe künstlicher Intelligenz in personalisierte Audioformate überführt. Auf Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse aus der Lern- und Schlafforschung sowie dem narrativen Lernen verarbeitet die App hochgeladene Lernmaterialien automatisiert und bettet sie in unterschiedliche Hörbuchformate ein.

Christiane Kilian, Vorständin der Stiftung für Technologie, Innovation und Forschung Thüringen, gratuliert den Teilnehmenden: „Innovation entsteht dort, wo junge Menschen Räume und Vertrauen erhalten, ihre Ideen zu entwickeln, auszuprobieren und unternehmerisch zu denken. Unser Anspruch ist es, Talente nicht nur für ihre wissenschaftlichen Leistungen auszuzeichnen, sondern sie dabei zu unterstützen, aus ihren Ideen Lösungen mit gesellschaftlichem und wirtschaftlichem Mehrwert zu entwickeln. Genau darin liegt die Grundlage für die Innovationen von morgen.“

Die Nachwuchsforscher:innen haben sich über die Landeswettbewerbe von Jugend forscht für die summer school qualifiziert, weil ihre wissenschaftlichen Projekte als innovativ und anwendungsreif eingeschätzt wurden.

Insgesamt 12 Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 16 bis 19 Jahren aus 10 verschiedenen Bundesländern haben in diesem Jahr an der summer school teilgenommen, darunter auch 2 Teilnehmer aus Thüringen. Neben dem Pitch-Gewinner Ben Waldmann befasste sich Justus Schelwies (17) aus Wutha-Farnroda in seinem Projekt mit einer KI-gestützten Gesundheitsberatung auf Basis von DNA-Analysen und medizinischen Tests. Die KI soll dabei alle verfügbaren Gesundheitsdaten eines Patienten intelligent auswerten, indem sie Muster erkennt, Risiken bewertet und bei der Symptomanalyse unterstützt.

Die Jugend Unternimmt summer school ist ein Gemeinschaftsprojekt der Internationalen Martin Luther Stiftung (IMLS) und der Stiftung für Technologie, Innovation und Forschung Thüringen.