INTERNATIONALE MARTIN LUTHER STIFTUNG

Der Tägliche Luther

Freitag, der 23. Oktober

Und der Friede Gottes, welcher höher ist als alle Vernunft, bewahre eure Herzen und Sinne in Christus Jesus.

Auslegung Martin Luthers ...

Umschlag vom "Luther Brevier"
Bild vom Umschlag vom "Luther Brevier"

Der Tägliche Luther

Freitag, der 23. Oktober

Und der Friede Gottes, welcher höher ist als alle Vernunft, bewahre eure Herzen und Sinne in Christus Jesus.

Philipper 4,7

Dieser Friede Gottes ist nicht zu verstehen als der Frieden, mit dem Gott bei sich selbst still und zufrieden ist, sondern den er uns ins Herz gibt, damit wir zufrieden sind. Die Vernunft weiß von keinem anderen Frieden als von dem, wenn das Böse aufhört. Aber die in Gott sich freuen, lassen sich begnügen, dass sie mit Gott Frieden haben, bleiben stark in Trübsal, begehren nicht den Frieden, den die Vernunft gibt, sondern stehen fest und erwarten innere Stärke durch den Glauben. Sie fragen nicht danach, ob das Übel kurz, lang, zeitlich oder ewig sei und denken und sorgen auch nicht, wie das Ende werden wolle, sie überlassen es Gott. Siehe, das heißt der Friede des Kreuzes, der Friede Gottes, der Friede des Gewissens, der christliche Friede, der macht, dass der Mensch auch äußerlich still und mit jedermann zufrieden ist und niemand beunruhigt. Es ist ein Gotteswerk, das niemand anderem bekannt ist als dem, der es erfahren hat.

Schriften, 10.I. 2. Bd., S. 186

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Der oben zitierte Bibelvers nach der Übersetzung Martin Luthers entstammt der revidierten Fassung von 1984, durchgesehene Ausgabe in neuer Rechtschreibung, ©1999 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart.