Internationale Martin Luther Stiftung

Der Tägliche Luther

Donnerstag, der 28. Oktober

Und er wurde nicht schwach im Glauben, als er auf seinen eigenen Leib sah, der schon erstorben war, weil er fast hundertjährig war, und auf den erstorbenen Leib der Sara.

Auslegung Martin Luthers ...

Der Tägliche Luther

Donnerstag, der 28. Oktober

Und er wurde nicht schwach im Glauben, als er auf seinen eigenen Leib sah, der schon erstorben war, weil er fast hundertjährig war, und auf den erstorbenen Leib der Sara.

Römer 4,19

Also hat Abraham seine Vernunft gefangen genommen und getötet, da er Gottes Wort glaubte, mit dem ihm verheißen wurde, dass ihm Gott von seinem unfruchtbaren, abgestorbenen Weibe, der Sara, einen Samen geben wollte. Denn solche Worte der Verheißung haben der Vernunft des Abraham gewiss nicht gefallen, sondern sie hat sich gegen den Glauben gesträubt und es für ein verrücktes, ungereimtes und unmögliches Ding gehalten, dass Sara noch einen Sohn gebären sollte (...). Doch hat schließlich der Glaube den Sieg behalten und diesen schädlichsten Feind Gottes, die Vernunft, überwunden. Genauso tun es auch alle anderen gläubige Menschen, mit Abraham in das Dunkel und die verborgene Finsternis des Glaubens einzugehen, die Vernunft erwürgen und sagen: "Hörst du wohl, Vernunft, eine tolle und blinde Närrin bist du, verstehst von Gottes Sache keine Spur! Darum mache nicht viel Possen mit deinem Gebell, sondern halte dein Maul und schweig! Untersteh dich nicht, über Gottes Wort Richterin zu sein, sondern setze dich, höre, was es sage, und glaube ihm!"

Schriften, 49. Bd., S. 407b

Alle diese Luther-"WORTE FÜR JEDEN TAG" erhalten Sie als gedrucktes,
zweisprachiges (deutsches & englisches) BREVIER über den Wartburg Verlag Weimar.

Der oben zitierte Bibelvers nach der Übersetzung Martin Luthers entstammt der revidierten Fassung von 1984, durchgesehene Ausgabe in neuer Rechtschreibung, ©1999 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart.