Internationale Martin Luther Stiftung

Der Tägliche Luther

Mittwoch, der 25. Mai

Wir rühmen uns auch der Bedrängnisse, weil wir wissen, dass Bedrängnis Geduld bringt, Geduld aber Bewährung, Bewährung aber Hoffnung, Hoffnung aber lässt nicht zuschanden werden.

Auslegung Martin Luthers ...

Wolfgang Huber mit LutherRose 2021 ausgezeichnet

Am Samstag, den 30. April 2022, erhielt Bischof a. D. Prof. Dr. Wolfgang Huber am Stammsitz der Firma TRUMPF in Ditzingen die LutherRose 2021 für gesellschaftliche Verantwortung und UnternehmerCourage.

Preisträger Wolfgang Huber Foto: KD Busch
Gruppenbild (v.l.n.r.): Dr. Michael J. Inacker, Prof. Dr. Wolfgang Huber, Dr. Thomas A. Seidel, Dr. Nicola Leibinger-Kammüller, Dr. Ellen Ueberschär, Bundespräsident a.D. Joachim Gauck Foto: KD Busch

Weitere Fotos von der Veranstaltung finden Sie unserer Dropbox.

 

Die Internationale Martin Luther Stiftung (IMLS) ehrte Bischof a. D. Prof. Dr. Wolfgang Huber im Rahmen der 14. LutherKonferenz. Der Vorsitzende der Stiftung Dr. Thomas A. Seidel freut sich, dass mit Wolfgang Huber „eine beeindruckende Persönlichkeit die Auszeichnung erhält, die beruflich wie privat die reformatorischen Werte Martin Luthers verkörpert“.

Bis zu seinem Ruhestand wirkte Huber als Bischof der Ev. Kirchen Berlin-Brandenburg schlesische Oberlausitz (EKBO), als Vorsitzender des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und war Mitglied des Zentral- und Exekutivausschusses des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK) und des Deutschen Ethikrats.

In seiner Dankesrede betonte Bischof a.D. Huber: „Diese Auszeichnung gibt mir neuen Mut, in schwierigen Zeiten an der Zusammengehörigkeit von Freiheit und Verantwortung festzuhalten. Für mich bleibt es ein großes und wichtiges Anliegen, unternehmerisches Handeln als Paradigma für diese Zusammengehörigkeit zu verstehen. Doch diese Zusammengehörigkeit versteht sich nicht von selbst. Das Problem des Klimawandels, die Konfrontation mit der Maßlosigkeit eines Angriffskriegs und die ethischen Herausforderungen der Digitalisierung zeigen das je auf ihre Weise.“

Die evangelische Pfarrerin Dr. Ellen Ueberschär, derzeit noch im Vorstand der Heinrich-Böll-Stiftung und künftig im Vorstand der Stephanus-Stiftung, würdigte in ihrer Laudatio den Preisträger: „Wolfgang Huber hat mit intellektueller Weite und großer geistiger Kraft die lutherische Freiheit eines Christenmenschen ausgelegt. Der Ausübung christlicher Moral in den Grenzen ihrer Komfortzone hat er stets eine Absage erteilt, er hat Gratwanderungen unternommen und sich höchsten gesellschaftlichen Respekt erworben, gerade unter denjenigen, die das unbedingte Zusammengehören von unternehmerischer Freiheit und Verantwortung täglich umsetzen.“

Die Festrede hielt Bundespräsident a. D. Joachim Gauck. Er würdigte Wolfgang Huber als wortmächtigen Theologen, mit dem er in der engen inhaltlichen Verknüpfung von Freiheit und Verantwortung übereinstimme. Weiterhin betonte er mit Blick auf das Thema seiner Festrede „Keine liberale Demokratie ohne soziale Marktwirtschaft“: „Ich bin dankbar für unser Modell der sozialen Marktwirtschaft, dessen Wirksamkeit und Struktur wir viel selbstbewusster und nachhaltiger in die internationalen Debatten eintragen sollten.“

Die LutherKonferenz und die Verleihung der LutherRose 2021 fanden am Samstag, den 30. April 2022 in Ditzingen statt. Auf Einladung von Dr. Nicola Leibinger-Kammüller, Vorsitzende des Vorstands und geschäftsführende Gesellschafterin (CEO) der TRUMPF SE + Co. KG und zugleich Kuratoriumsmitglied der Internationalen Martin Luther Stiftung, wurde die Konferenz am Stammsitz von TRUMPF ausgerichtet. Bei der Veranstaltung handelte es sich um den Nachholtermin der ursprünglich für November 2021 geplanten LutherKonferenz. Diese musste damals aufgrund der Corona-Pandemie verschoben werden.

 

Reden

Grußwort von Dr. Nicola Leibinger-Kammüller [PDF]

Festrede von Bundespräsident a. D. Joachim Gauck [PDF]

Laudatio von Dr. Ellen Ueberschär [PDF]

 

Presse

ekd.de: Altbischof Wolfgang Huber mit LutherRose 2021 ausgezeichnet

idea.de: Gauck: Soziale Marktwirtschaft selbstbewusster vertreten