Der Tägliche Luther
Freitag, der 21. August
Darum sieh die Güte und den Ernst Gottes: den Ernst gegenüber denen, die gefallen sind, die Güte Gottes aber dir gegenüber, sofern du bei seiner Güte bleibst; sonst wirst du auch nicht abgehauen werden.
Römer 11,22
Ein Werkgerechter soll darum, weil er vermessen ist und sich auf seine Frömmigkeit verlässt, nicht selig werden. Und David oder der Schächer am Kreuz sollen auch nicht um der Sünde willen verzweifeln, als müssten sie deshalb verloren gehen. Sondern man soll auf dem richtigen Mittelweg bleiben und sich vor Sünden hüten. Denn obwohl Gott Gnade und Vergebung verheißen hat, so hat er doch nicht verheißen, dass du ebenso gewiss, wenn du gefallen bist, wieder aufstehen wirst, auch Saul und Judas sind nicht wieder aufgestanden. Es steht nicht in unserer Macht, die Gnade zu ergreifen. Darum soll man Gott fürchten, der beider Feind ist: der Vermessenheit wie der Verzweiflung.
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Der oben zitierte Bibelvers nach der Übersetzung Martin Luthers entstammt der revidierten Fassung von 1984, durchgesehene Ausgabe in neuer Rechtschreibung, ©1999 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart.