Internationale Martin Luther Stiftung

Der Tägliche Luther

Donnerstag, der 22. Oktober

Und der HERR sprach zu Mose: Was schreist du zu mir? Sage den Israeliten, dass sie weiterziehen.

Auslegung Martin Luthers ...

Der Tägliche Luther

Donnerstag, der 22. Oktober

Und der HERR sprach zu Mose: Was schreist du zu mir? Sage den Israeliten, dass sie weiterziehen.

2. Mose 14,15

Ach, man soll einen Christen nicht so gering achten wie einen Türken, Heiden oder gottlosen Menschen. Er ist teurer vor Gott geachtet und sein Gebet ein allmächtiges großes Ding. Denn er ist mit Christi Blut geheiligt und mit dem Geiste Gottes gesalbt. Was er ernsthaft erbittet, besonders mit dem unaussprechlichen Seufzen seines Herzens, das ist großes und unerträgliches Geschrei vor Gottes Ohren. Er muss es hören, wie er zu Mose sprach: "Was schreist du zu mir?" Weil doch Mose vor Sorgen und Zittern nicht bloß zischen konnte, als er in höchster Not war. Solch Seufzen seines Herzens zerriss auch das Rote Meer, legte es trocken, führte die Kinder Israels hindurch und ersäufte Pharao mit all seiner Macht. Das und noch viel mehr kann und tut ein rechtes geistliches Seufzen und Gebet.

Schriften, 53. Bd., S. 206

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Der oben zitierte Bibelvers nach der Übersetzung Martin Luthers entstammt der revidierten Fassung von 1984, durchgesehene Ausgabe in neuer Rechtschreibung, ©1999 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart.