Internationale Martin Luther Stiftung

Der Tägliche Luther

Donnerstag, der 1. Oktober

Er schafft deinen Grenzen Frieden und sättigt dich mit dem besten Weizen.

Auslegung Martin Luthers ...

Der Tägliche Luther

Donnerstag, der 1. Oktober

Er schafft deinen Grenzen Frieden und sättigt dich mit dem besten Weizen.

Psalm 147,14

Wenn wir Äcker mit Korn ansehen, sollten wir nicht allein Gottes Güte, sondern auch Gottes Macht erkennen und deshalb denken: "Oh, du liebes Korn, wie gibt dich uns Gott mit solcher Fülle, aber mit welch großer Gewalt auch behütet er dich von der Stunde, da du gesät worden bist, bis du auf den Tisch kommst! Wie gar durch unzählige Gefahr alles Unglücks bist du gekommen? Wie gewaltig reißt er dich durch aller Teufel Finger und Hände, die nach dir greifen, schießen und schlagen, damit sie dich verderben und uns mit Hunger töten!" Ja, ja, so sollten wir denken. Wir haben aber leider anderes zu tun, als solche Gnade und Kraft Gottes zu erkennen: Wir sind es, die am Korne das meiste getan haben! Hätten wir nicht gearbeitet, so hätte Gott nicht geben können, denken wir! Warum aber bitten wir denn, dass Gott uns das Brot geben wolle? Weil wir es nicht von uns selber haben, oder durch unsere Geschicklichkeit und Arbeit bekommen, sondern allein von Gott erbitten und erwarten müssen. Wie schon Psalm 104, 14 sagt: "Du lässest Gras wachsen für das Vieh und Saat zu Nutz den Menschen, dass du Brot aus der Erde hervorbringst (...)."

Schriften, 31.I. Bd., S. 444

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Der oben zitierte Bibelvers nach der Übersetzung Martin Luthers entstammt der revidierten Fassung von 1984, durchgesehene Ausgabe in neuer Rechtschreibung, ©1999 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart.