Internationale Martin Luther Stiftung

Der Tägliche Luther

Donnerstag, der 28. Oktober

Und er wurde nicht schwach im Glauben, als er auf seinen eigenen Leib sah, der schon erstorben war, weil er fast hundertjährig war, und auf den erstorbenen Leib der Sara.

Auslegung Martin Luthers ...

Das Wartburg-Experiment – Zwiesprache mit der Lutherbibel

„Perlen vor die Säue werfen“ oder „Mit seinen Pfunden wuchern“ oder „Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende“

unsere Gegenwartssprache kennt viele solcher bildhaften Wendungen. Aber nur wenige Menschen wissen, dass sie aus der Lutherbibel stammen.

Das Jahr 1521 war von großer Bedeutung, nicht nur für die Kirche, sondern auch für die deutsche Sprache, Literatur und Kultur. In diesem Jahr begann Martin Luther mit seiner Übersetzung der Heiligen Schrift auf der Wartburg in Eisenach.

 

500 Jahre später, im Jahr 2021, wird auf der Wartburg wieder Bibel „übersetzt“.

Die Eichendorff-Preisträgerin Iris Wolff, der Heinrich-Mann-Preisträger Uwe Kolbe und der Adelbert-von-Chamisso-Preisträger Senthuran Varatharajah wagen ein ungewöhnliches Experiment: An authentischer Stätte direkt neben Luthers Schreibstube residieren sie im Jahr 2021 für jeweils vier Wochen auf der Wartburg. Dort führen sie einen inneren Dialog mit Luthers Bibel und verfassen jeweils einen literarischen Text.

Ihr Aufenthalt wird begleitet und ihre Ergebnisse werden veröffentlicht. Neben einer Auftaktveranstaltung sind öffentliche Lesungen, Austausch mit Schülerinnen und Schülern sowie besondere Medienformate und weitere Veranstaltungen in Eisenach und an anderen Orten in Planung. Abgeschlossen wird das Wartburg-Experiment am 14. November 2021 mit einem literarischen Gottesdienst auf der Wartburg.

Das Wartburg-Experiment ermöglicht einen ungewöhnlichen Zugang zu Luthers Bibelübersetzung und ihrer Bedeutung in der heutigen Zeit.

Nachrichten zum Wartburg-Experiment

Am 4. Oktober 2021 beendet Schriftsteller Uwe Kolbe als erster Teilnehmer seinen Aufenthalt auf der Wartburg. Ihm folgt nun sein Schriftsteller-Kollege Senthuran Varatharajah.

Eisenach. Am 7. September 2021 startet das „Wartburg-Experiment – Zwiesprache mit der Lutherbibel“ mit einer Auftaktveranstaltung auf der Wartburg bei Eisenach. Vertreterinnen und Vertreter der Stadt Eisenach, der Kooperationspartner sowie Schriftstellerin Iris Wolff und ihre Kollegen Uwe Kolbe sprachen am Ort des Geschehens über das anstehende Projekt.

Am 7. September 2021 startet das „Wartburg-Experiment – Zwiesprache mit der Lutherbibel“. 500 Jahre nach Martin Luther begeben sich die Schriftstellerin Iris Wolff sowie die Schriftsteller Uwe Kolbe und Senthuran Varatharajah in eine Schreib-Klausur an den Originalschauplatz von Luthers Jahrhundert-Übersetzung.

Partner

Das Wartburg-Experiment wird realisiert von der Internationalen Martin Luther Stiftung und der Deutschen Bibelgesellschaft in Medienpartnerschaft mit dem Gemeinschaftswerk Evangelische Publizistik und dem Mitteldeutschen Rundfunk und in Kooperation mit der Wartburg Stiftung, der Stadt Eisenach, der Stiftung Lutherhaus Eisenach, dem Kirchenkreis Eisenach-Gerstungen, der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands und dem Kulturbüro der Evangelischen Kirche in Deutschland.

Das Wartburg-Experiment wird gefördert durch den Freistaat Thüringen - Staatskanzlei.